Maßnahme Berufsorientierung inklusiv (BOi)

Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler mit einer anerkannten Schwerbehinderung und/oder mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Erkrankungen
Die Maßnahme "Berufsorientierung inklusiv" (BOi) löst die bisherige Maßnahme "Berufsorientierung individuell" (BI) ab und wird in gemeinsamer Verantwortung mit den bayerischen Agenturen für Arbeit durchgeführt.

Gesamtmaßnahme Übergang Förderschule-Beruf

Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (ÜFSB)
Die Maßnahme Übergang Förderschule-Beruf (ÜFSB) eröffnet, Schülerinnen und Schülern mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung Wege in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Wesentliche Kennzeichen sind die Begleitung der Jugendlichen durch den Integrationsfachdienst und die enge Kooperation aller am Übergang beteiligten Personen und Institutionen.

Die bayernweite Maßnahme wird in gemeinsamer Verantwortung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus (StMUK), des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) sowie der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern (RD BY) durchgeführt. Mit der Unterzeichnung der inzwischen vierten Kooperatinsvereinabrung haben die Beteiligten eine Fortführung der Gesamtmaßnahme für weitere Durchgänge bis zum Jahr 2021 vereinbart.

Leitfaden

Als verbindliche Handlungsleitlinie für alle Beteiligten steht ein Leitfaden mit einer Fülle von Arbeitsmaterialien in einer überarbeiteten Fassung zur Verfügung.

Einzelheiten zu Phasen, Verlauf und Inhalten der Gesamtmaßnahme sind dem Leitfaden zu entnehmen, der zum Download zur Verfügung steht. Ebenso werden an dieser Stelle zusätzliche Materialien und Dokumente zu den Maßnahmen angeboten.

Grundlegende Informationen

Ziele
Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung Wege in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu eröffnen. Zielgruppe sind diejenigen Jugendlichen, die sich mit entsprechender Unterstützung voraussichtlich auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt behaupten können.Wesentliches Kennzeichen der Maßnahme ist die Begleitung der jungen Erwachsenen durch außerschulische Partner, wie den Integrationsfachdienst und die Reha-Berater. Deshalb kooperieren Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Integrationsfachdienste und Arbeitsagenturen sowie die beteiligten Ministerien, Inklusionsämter, Schulverwaltungen und Bayerischen Bezirken intensiv miteinander.

Maßnahmen
Die Gesamtmaßnahme "Übergang Förderschule - Beruf" gliedert sich in zwei gesetzlich geregelte Teilmaßnahmen:
  • Vertiefte Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung - BOM (§ 48 SGB III)
  • Unterstützte Beschäftigung - UB (§38a SGB IX)
Die Maßnahmen beginnen in der 11. Jahrgangsstufe der Berufsschulstufe und reichen bis zu einem Jahr nach Schulabschluss.

Steuerung der Maßnahme
Ein Lenkungskreis, der sich einmal im Jahr trifft, koordiniert die Maßnahme und behandelt die konkreten Erfordernisse bei deren praktischer Durchführung.
In dieser Gruppe sind von schulischer Seite ein Berufsschulkoordinator, die Referentin des Förderschwerpunkts geistige Entwicklung am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) sowie ein Regierungsreferent vertreten. Die Seite des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales wird durch das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) Bayreuth repräsentiert, welches auch mit der fachlichen Leitung der Steuerungsgruppe betraut ist, sowie durch Vertreter der Inklusionsämter. Ebenso nehmen Vertreter der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit an der Steuerungsgruppe teil sowie Vertreterinnen und Vertreter der Maßnahmeträger.

Ihre Ansprechpartnerin

Telefon:
089 2170-2150
Fax:
089 2170-2815

Wissenschaftliche Begleitung der Maßnahme

Prof. Dr. Erhard Fischer, Universität Würzburg, hat die Entwicklung der Maßnahme wissenschaftlich begleitet. Der von ihm und Frau Manuela Heger erstellte Abschlussbericht  „Berufliche Teilhabe und Integration von Menschen mit geistiger Behinderung“  liegt seit Herbst 2011 vor.

Menschen mit geistiger Behinderung am allgemeinen Arbeitsmarkt - MEGBAA

Unter dem Titel „MEGBAA - Menschen mit geistiger Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt" widmete sich die Universität Würzburg in einem dreijährigen (2012 - 2015) Forschungsprojekt der Frage nach der Nachhaltigkeit der Arbeits- verhältnisse und der Zufriedenheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit geistiger Behinderung mit ihrer Arbeitssituation auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Dabei wird umfassend deren Lebensqualität unter Einbeziehung weiterer Lebensbereiche wie Freizeit und Wohnen in den Blick genommen. Insgesamt weist die Studie eine beachtlich hohe Nachhaltigkeitsquote auf und stellt eine überwiegend positive Einschätzung der Befragten zu ihren Beschäftigungsverhältnissen und Lebenslagen vor. Die vorliegende Arbeit berichtet ausführlich und differenziert über die Ergebnisse und ordnet diese ein.