Liebe Leserinnen und Leser,
es zeigt sich an ganz vielen Indikatoren, dass Erasmus+ in der Berufsbildung weiter an Bedeutung gewinnt: Mehr als 1000 Förderanträge wurden zum Antragstermin im Februar bei der NA BIBB gestellt - so viele wie noch nie. Auch bei den Akkreditierungen gibt es vor allem für Bayern Positives zu vermelden: weitere 25 Einrichtungen aus Bayern wurden neu akkreditiert und hierzu beglückwünschen wir sehr. Insgesamt sind nun 985 Organisationen in Deutschland akkreditiert und davon 234 aus Bayern. Es zeigt sich, dass die Akkreditierung ein Erfolgsmodell ist und bei einer Konferenz der EU, welche die Zukunft von Erasmus+ zum Thema hatte, wurde dies auch dezidiert hervorgehoben. Gleichwohl ist noch nicht bekannt, wie sich der Übergang der Akkreditierungen in die neue Programmgeneration gestalten wird.
Die Diskussion um die Gestaltung des Programms Erasmus+ ist im Moment in vollem Gange und wir hoffen natürlich, dass auch die nächste Auflage wieder finanziell und strukturell gestärkt werden kann. Letztlich ist den wesentlichen Akteuren bewusst, dass Erasmus+, vor allem mit den Mobilitäten für Schülerinnen und Schüler einen wesentlichen Beitrag für ein europäisches Zusammengehörigkeitsgefühl, für Offenheit, aber vor allem für unsere Werte und damit auch für Frieden liefert.
Vor diesem Hintergrund ist es auch sehr zu begrüßen, dass in dieser Antragsrunde (Oktober 2025) 150 anstelle der in den letzten Jahren üblichen 100 Neuakkreditierungen gewährt werden. Im KMS VII.1-BO9260.0/6/1 vom 25.02.25 wurde dazu bereits angekündigt, dass wir ergänzende Workshops und Fortbildungsangebote planen und dazu zunächst den erforderlichen Bedarf erheben. Blickt man im Übrigen zurück, dann sind die Steigerungen in Bayern durchaus bemerkenswert: Im Jahr 2019 gab es 122 Einrichtungen mit Erasmus+ Projekten in der beruflichen Bildung. Mit den neuen Akkreditierungen in 2024 sind es nun 270 Organisationen und dies bei anhaltender Nachfrage.
Eine besonders erfreuliche Nachricht haben wir noch in eigener Sache: Andreas Heidenreich ist nun zu 100% für das ISB tätig und dies erlaubt uns, auch der gestiegenen Nachfrage im Konsortium Erasmus@ISB gerecht zu werden. Dieses stellt sich als ausgesprochenes Erfolgsmodell dar und es ist tatsächlich vielfach gelungen, Schulen bei ihren ersten Erasmus+ Schritten zu unterstützen. Aber auch übergeordnete Projekte oder Aktivitäten der Schulaufsicht begleiten wir mit diesem Konsortium.
Der Zuwachs an Nachfragen zeigt sich vor allem bei Ihren Erasmus+ Aktivitäten: Hatten wir in Bayern im Jahr 2023 noch ca. 7.000 Mobilitäten, waren es 2024 bereits ca. 9.200. immerhin ein Plus von rund 30%. Es ist erwartbar, dass sich dieser Anstieg fortsetzt und daher auch die vergleichsweise hohen EU-Budgets für dieses Jahr an seine Grenzen bringt. Hier erhalten Sie weitere Informationen, sobald weitere Zahlen zur Mittelanforderung zugänglich sind. Vorerst aber gilt es für uns alle, dieses enorme Volumen zu bewältigen. Wir versuchen unseren Beitrag zu leisten und möchten Ihnen dabei vor allem mit praxisgerechten Informationen helfen. Hier zeigt sich, dass vor allem der mebis Kurs rund um die Mobilitäten ein guter Ansatzpunkt ist. Vielen Dank an dieser Stelle für Ihre sehr wertvollen Informationen und Beispielen im Nachgang zum letzten Vernetzungstreffen, die wir gerne mit aufgenommen haben!
Natürlich lassen sich nicht alle Fragen mit diesem Kurs oder mit den Informationen auf der Projektplattform der NA BIBB beantworten und dann gilt wie immer: Zögern Sie nicht, Ihre Fragen an uns zu richten. Wir sind für Sie da!
Viel Spaß beim Lesen,
Robert Stolzenberg und Andreas Heidenreich Referenten für Erasmus+ Berufsbildung am ISB
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